Drehen sich bald Windräder in Gundremmingen
Aus der Günzburger-Zeitung: (von Franz J. Paul)
Drehen sich bald Windräder in Gundremmingen ?
Im Donautal wären die 140 Meter hohen Anlagen möglich

Gundremmingen In erster Linie ist Gundremmingen bekannt für das Atomkraftwerk. In der Sitzung am Dienstagabend setzte der Gemeinderat allerdings ein klares Zeichen für erneuerbare Energien.Der Regionalverband hat geprüft, wo in der Region Windkraftanlagen möglich sind. Im Raum Gundremmingen kommt vor allem das im Süden gelegene Hochplateau als Standort von Windkraftanlagen in Betracht, hieß es im Gemeinderat. Bei der Aussprache bevorzugte das Gremium aber das Donautal.im Juli 2012.
Protest der Bürger erwartet
Beim Studium des Kartenmaterials leuchtete den Gemeinderäten ein: Wird der Mindestabstand von 700 Metern zwischen einem Windrad und nächstem Wohnhaus eingehalten, haben nur wenige Anlagen Platz. Außerdem wäre die Weiterentwicklung des Ortes eingeschränkt. Die Räte befürchteten zudem, dass Bewohner des Baugebiets Hühle Süd gegen diese Pläne demonstrieren würden. Sinnvoller sei, so Bürgermeister Wolfgang Mayer, die 140 Meter hohen Windräder dort hinzustellen, wo bereits Funkturm, Kühltürme und Biogasanlage die Landschaft prägen – im Ried. Erste Messungen registrieren hier eine mittlere Windgeschwindigkeit von 5,5 bis 5,75 Meter pro Sekunde: Auf der Hochebene sind es 5,75 bis sechs Meter pro Sekunde. Selbstverständlich müsse dazu in einer Bürgerbeteiligung die Haltung der Gundremminger Bürger ausgelotet werden, hieß es im Gemeinderat.
Foto: Am besten eignen sich die gelb gekennzeichneten Flächen auf dem Hochplateau zwischen Dürrlauingen und Gundremmingen für Windkraftanlagen.
Foto: Archiv Lienert
Keine bindende Richtschnur seien die Interessen der betroffenen Eigentümer, die Verpächter von Windkraftgrundstücken. Einzuschalten seien unbedingt die Siedler des jüngsten Baugebiets. In ihren gleichlautenden Plädoyers unterstützen die CSU- und FWG-Fraktionen die Einschätzung des Bürgermeisters. Ihr zusätzlicher Tipp war, Langzeitmessungen der Windstärke im Tal durchführen.
Quelle: Günzburger-Zeitung


