Alle Serviceleistungen erledigen Sie in der Geschäftsstelle der VGem. Offingen, Marktstr. 19, 89362 Offingen (Rathaus Offingen)



Nachrichten

Aktuelles aus dem Gemeinderat Sitzung vom 22. September 2022: Das Transportbereitstellungs- und Logistikgebäude wird kommen – auch wenn es nicht gewollt ist

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

im März hatte der Gemeinderat einem Bauantrag der RWE Nuclear GmbH das gemeindliche Einvernehmen nicht erteilt. Mit der Errichtung eines Transportbereitstellungs- und Logistikgebäudes sollen die in Verbindung mit dem Abbau der stillgelegten Kraftwerksblöcke anfallenden schwach und mittelschwach radioaktiven Abfälle auf dem Kernkraftwerksgelände zwischenzeitlich gelagert werden. Genau das ist von uns nicht gewollt. Mit der Erteilung der Genehmigung für den Rückbau des Kernkraftwerks stand seinerzeit nämlich fest, dass dafür das Zwischenlager in Mitterteich zur Verfügung stehen wird und gemäß den damaligen Planungen später der Schacht Konrad. Dieser aber wird nicht 2023 in Betrieb gehen, sondern frühestens im Jahr 2027, wobei sich auch dies, meiner Meinung nach, verzögern wird. Tatsache aber ist: Das Material ist da und letztlich bleibt die Last nun an unserer Gemeinde hängen, weil es seitens des Bundes bisher nicht zustande gebracht wurde, dass ein bereits genehmigtes Endlager in Betrieb geht. Der nächste Punkt und das unverständliche dabei ist: Wir als Gemeinde können dem Vorhaben von der baurechtlichen Seite her das Einvernehmen gar nicht verweigern, zumal sich die Anlage in die Umgebung mit den bereits bestehenden Gebäuden einfügt und keine weiteren Gründe dagegensprechen. Nur und wie ich schon betont habe: Wir wollen die Anlage nicht haben. Auch wenn der Gemeinderat bei der Sitzung nicht anders konnte, als dem Bauantrag letztlich zuzustimmen, wird daran festgehalten: Es darf kein externes Material eingelagert werden, sondern nur solches, das bereits vor Ort vorhanden ist oder mit dem Rückbau anfällt, und später zum Schacht Konrad abgeführt wird.  

Der Bau unseres Mehrgenerationenhauses mit Tagespflege schreitet gut voran und wenn alles planmäßig verläuft, wird es in den ersten Monaten des kommenden Jahres in Betrieb gehen. Unser Ziel ist, mit dem Mehrgenerationenhaus Begegnungen zu ermöglichen, Gemeinschaft und Vielfalt zu stärken. Das Wohnen von Jung und Alt soll gleichzeitig die Kommunikation fördern, aber auch, sich untereinander Hilfe anzubieten. Damit das alles so funktioniert, ist ein sehr wichtiger Aspekt dabei: Die künftigen Mieterinnen und Mieter müssen zueinander passen. Dazu gibt es für Bewerberinnen und Bewerber nun einen Fragebogen: Was sind die Hobbys, die Fähigkeiten und die Interessen? Aber auch, in welchem Umfang ist man bereit, sich ehrenamtlich zu engagieren, nachbarschaftliche Hilfe anzubieten oder solche entgegennehmen zu wollen. Für die Vermietungen wird ein fünfköpfiges Gremium zuständig sein: Zu diesem zählen Ortsentwicklungsreferent Bertram Fischer, Seniorenreferent Willi Schiele, Stefan Riederle von der Sozialstation, Edith Mascha von der Burgauer Firma Haus und Grundbesitz GmbH als Hausverwalterin und meine Person als Erster Bürgermeister der Gemeinde Gundremmingen. Ich denke, wir sind damit auf einem guten Weg für die künftige Entwicklung unseres Mehrgenerationenhauses.

Der Sommer hat sich nun langsam aber sicher verabschiedet. Vielleicht zeigt sich auch der Herbst mit einigen sonnigen Tagen von seiner schönen Seite. Genießen Sie diese!

 

Bis dahin und mit den besten Grüßen aus dem Gundremminger Rathaus

 

Ihr

Tobias Bühler

Erster Bürgermeister der

Gemeinde Gundremmingen

zurück