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Nachrichten

Aktuelles aus dem Gundremminger Gemeinderat

Besuch bei Pfarrer Richard Harlacher und dem Brunnen im Pfarrgarten

Nach der Runde durch das Hirschbachtal und einem Blick zu den Gingkobäumen auf dem kirchlichen Friedhof stand an diesem Donnerstag ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung: Der Besuch bei Ruhestandspfarrer Richard Harlacher und dem Brunnen im Pfarrgarten. Pfarrer Harlacher hatte seinerzeit die Initiative ergriffen – freiwillige Helfer hatten den Brunnen in zahlreichen Arbeitsstunden nach 50 Jahren, in denen dieser mehr oder weniger vor sich hinschlummerte, wieder zum Leben erweckt. Inzwischen ist er beleuchtet, mehrere Strahler tauchen das Innere in ein außergewöhnliches Licht. Pfarrer Harlacher hatte, als er zurückblickte, wie alles zustande gekommen war, sich nicht nehmen lassen, und nicht ohne Stolz, zu sagen: „Das Rathaus steht seit 20 Jahren, der Brunnen seit 500 Jahren.“ Im Zuge des Pfarrhofbaus habe sich seinerzeit herausgestellt, dass es sich bei dem zu Tage geförderten und mit Brettern abgedeckten Loch um einen Brunnen handle, blickte der Pfarrer zurück. Erst 50 Jahre später sei ihm der Gedanke gekommen, diesen genauer zu untersuchen.

Seine Helfer beförderten anschließend mit schwerem Gerät und mit viel Aufwand Schlamm und Geäst ans Tageslicht. Ebenfalls zu Tage kam ein mit einem Rohr versehener ausgehöhlter Baumstamm, Teil einer Vorrichtung, mit deren Hilfe später das Wasser nach oben gefördert wurde. Dieser ist jetzt am inneren Rand des knapp zwölf Meter tiefen Brunnens befestigt. Bis zum Wasserspiegel sind es genau 7,6 Meter. „Es war eine hochinteressante Geschichte“, erzählte Pfarrer Harlacher. Er freue sich, dass gegen Ende seiner Amtszeit so etwas Altes wieder zu Tage gefördert worden sei und es sei keine leichte Aufgabe gewesen. Der Brunnen stehe jederzeit für eine Besichtigung offen.

Man dürfe froh sein, dass es Menschen gebe, die sich für eine solche Sache ehrenamtlich einsetzten und die Mühe auf sich nähmen, bemerkte Gemeinderatsmitglied Bertram Fischer. Die Gemeinde habe das Alter des Brunnens untersuchen lassen, erinnerte Bürgermeister Tobias Bühler, der ebenfalls seinen Dank aussprach: „Er stammt aus Zeit zwischen 1480 und 1520 und er ist wirklich schön.“ Damit ist der Brunnen das älteste Bauwerk in der Gemeinde.

In Gundremmingen hatten früher zahlreiche Anwesen ihren eigenen Brunnen. Mit dem Aufbau der Wasserversorgung in der Gemeinde soll das Weiterbenutzen dieser untersagt worden sein. Auch heute finden sich in Gundremmingen noch einige Brunnen.

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