Dorfladen Gundremmingen

Gartenfest Gundremmingen

Dorfladen Gundremmingen - Einkaufen, wo wir zu Hause sind

Am Sonntag Abend konnten wir auf unsere Dorladen – Messlatte einen beachtlichen Betrag von

17 400,- € schreiben. Vielen Dank allen, die sich am Gartenfest Zeit genommen haben, sich zu informieren und die dieses Vorhaben unterstützen. So können wir es gemeinsam schaffen, unseren Dorfladen in Gundremmingen zu eröffnen.

Danke auch dem Frühschoppenclub, der es uns ermöglichte, den Infostand aufzustellen. Bei herrlichem Sommerwetter konnten wir die Besucher mit frischem Bauernhofeis aus der Region, hausgemachten gebrannten Mandeln und Süßem verwöhnen.

Wir würden uns freuen, wenn immer mehr Gundremminger Bürger sich durch die Zeichnung von Anteilsscheinen am Dorfladen beteiligen, damit wir baldmöglichst Einkaufen können, wo wir zu Hause sind. 

Bürgerversammlung vom 11.07.2016 im Auwald Sportzentrum

Vorstellung durch Herrn Hahn
Messlatte Dorfladen
1. Bürgermeister Herr Bühler und Herr Hahn zeichnen Anteile
Vergleich Einkaufskörbe
Plan Umbau
Mitglieder Arbeitskreis Dorfladen

„Wir können optimistisch sein“ – Volker Hahn vom Institut für Nahversorgungs Services, der das Projekt Dorfladen begleitet, hatte allen Grund, dies zu sagen. Denn: Der Wunsch nach einem Dorfladen ist nach wie vor ungebrochen. Am Montag fand eine weitere Informationsveranstaltung statt, an der rund 70 Bürger teilnahmen. Der Einkauf zweier Gundremminger Bürger in einem Supermarkt, in einem Discounter sowie im Dorfladen in Riedheim hatte es erneut bestätigt: Die Preisunterschiede sind nur unwesentlich, bei Waren des täglichen Bedarfs ist ein Dorfladen definitiv nicht teurer. Der Arbeitskreis „Dorfladen“ hatte in den vergangenen Wochen vieles bewegt. Mit den Räumlichkeiten  der Raiffeisenbank und Sparkasse, zentral und barrierefrei, stehen für das Einkaufen in Gundremmingen nun sämtliche Türen offen.

Volker Hahn erläuterte am Montag noch einmal die grundlegenden Punkte: Wie soll der Dorfladen aussehen? Eine Bedientheke für frische Ware, versehen mit Aufsätzen, daneben Regale unter anderem für Tiefkühlware und Molkereiprodukte, und vor allem eine Verweilfläche. „Ein Dorfladen lebt davon, dass der Kunde sich wohlfühlt“, legte Volker Hahn nahe. Was das Warensortiment betrifft, wird auf die Ergebnisse der Umfrage zurückgegriffen. Als Hauptlieferanten kämen Firmen, wie Utz aus Memmingen, CAP, Edeka C+C in Frage. Auch REWE bietet ein ähnliches Konzept an. Alle Unternehmen haben sich auf kleinflächige Läden spezialisiert und können auf bis zu 50.000 verschiedene Artikel zurückgreifen – mehr als bei Lidl oder Aldi verfügbar sind. Wichtiger Aspekt: Zwei- bis dreimalige Lieferung in der Woche, um stets frische Ware zu garantieren, denn über ein großes Lager soll der Dorfladen nicht verfügen.

Für Umbaukosten und Investition in die Ladenräume ist ein Kapitalgrundstock von 80.000 Euro – die Obergrenze – durch das Zeichnen von Anteilsscheinen erforderlich. Die  Gesellschaftsform wäre eine Unternehmergesellschaft, eine Art „kleinen GmbH“, denkbar mit den Vereinen als Gründungsgesellschafter und den Bürgern als stille Gesellschafter, die nicht im Handelsregister eingetragen sind. Wichtig dabei: Die Haftung des einzelnen ist auf die Höhe seiner Einlage beschränkt, eine Nachschusspflicht besteht nicht. Die Höhe der Einlagen der einzelnen Mitglieder ist für andere Personen nicht einsehbar. Die Gewinnbeteiligung erfolgt anhand von Einkaufsgutscheinen. Bei einem wöchentlichen Einkauf in Höhe von 17 Euro je Bürger wäre es völlig unproblematisch, bei Fixkosten von 8.000 Euro monatlich den errechneten notwendigen monatlichen Umsatz von 40.000 Euro zu erreichen. Für den Umbau könnte es durchaus einen Zuschuss vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) geben – je mehr Rücklagen von Anfang an, umso besser. „Das ist machbar, das schaffen wir“, bemerkte Bürgermeister Tobias Bühler.

„Jetzt ist der Moment, wo wir Sie brauchen“, wandte sich Volker Hahn anschließend an die Bürger. Noch am selben Abend wurden Anteilsscheine in der beachtlichen Höhe von 9.000 Euro gezeichnet. Zeichnungspapiere liegen ab sofort im Rathaus aus und können dort abgegeben werden. Die Zeichnungsfrist läuft bis zum 30. August. Die Gründung erfolgt, wenn das benötigte Kapital verfügbar ist.  Eine Dorfladenmesslatte, aufgestellt beim Rathaus, wird in den nächsten Wochen den aktuellen Stand der Einlagen anzeigen. Auch beim Gartenfest am 16. Und 17 Juli, bei dem Fragen beantwortet und weitere Anteilsscheine abgegeben werden können, wird sie zu finden sein.

Noch fehlt dem Dorfladen ein Name und ein Logo. Vom Kindergarten bis zu den Senioren sind alle Gundremminger aufgerufen, sich darüber Gedanken zu machen. Für den jeweils besten Vorschlag gibt es einen Einkaufsgutschein in Höhe von 50 Euro.

Wetten, dass es die Gundremminger bis zum Herbst schaffen 80.000 Euro zu zeichnen? Immerhin geht es auch um ein Spanferkel und ein Fass Bier als Wetteinsatz. Die Besucher der Veranstaltung waren sich am Montag in jedem Fall einig: „Wir sind davon überzeugt, der Dorfladen wird laufen.“ 

Dorladen Gundremmingen

Ein Dorfladen in Gundremmingen

Nicht nur die Seniorenbefragung im Januar 2015, sondern auch die große Anzahl an Besuchern des ersten Informationsabends im Foyer des Auwald-Sportzentrums haben gezeigt, dass bei der Bevölkerung in Gundremmingen ein großes Interesse an einem Dorfladen besteht.

Am Dienstag, den 23. Februar 2016 hat Herr Volker Hahn, Geschäftsführer des Institutes für  Nahversorgungs Services vor 150 interessierten Bürgern einen allgemeinen Vortrag über die Entwicklung, die Entstehung und das erfolgreiche Bestehen eines Dorfladens gehalten. Bereits am darauffolgenden Freitag, den 26. Februar 2016 haben sich über zehn interessierte und engagierte Bürgerinnen und Bürgern aus Gundremmingen mit ihm im Rathaus zu einer Projektgruppe getroffen.

Herr Hahn, der bereits mehr als 60 Dorfläden von der Projektentwicklung bis hin zur operativen und betriebswirtschaftlichen Unterstützung nach der Eröffnung begleitet hat, verdeutlichte immer wieder, dass „der Laden nur geht, wenn der Umsatz stimmt“ und von meiner Seite bin ich mir sicher, dass „es nur funktioniert, wenn es die Mehrheit der Bevölkerung möchte und auch mitmacht“. Nur wenn die Menschen im Ort einkaufen, könne ein Dorfladen überleben. Mögliche Standorte direkt in der Ortsmitte gebe es in Gundremmingen einige. Die Erfahrung von Herrn Hahn hat gezeigt, dass ein Dorfladen vor allem mit Qualität, Freundlichkeit, Beratung und Kommunikation punkten kann. Auch wenn bestimmte Produkte des täglichen Bedarfs im Preisvergleich sogar mit denen von Supermärkten und Discountern mithalten können, ist ein Dorfladen keine Alternative dazu. In einem gut sortierten Dorfladen können auf ca. 100 Quadratmeter rund 1.200 verschiedene Artikel in kleinen Mengen angeboten werden.

Es ist nun die Aufgabe der Projektgruppe eine Markt- und Wettbewerbsanalyse mit einer Umfrage zu Kaufverhalten und Produktsortiment zu ermitteln. Auch die an die Kunden angepassten Öffnungszeiten müssen genau ermittelt werden, um den Dorfladen als Begegnungsstätte und Treffpunkt etablieren zu können.

Sowohl Sie als Bürger, als auch Vereine, Institutionen und Firmen können vielleicht schon bald von einem Dorfladen profitieren.

 

Tobias Bühler

1.Bürgermeister