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Nachrichten

Bürgerversammlung am 14. Oktober 2021

Was in den vergangenen Jahren in Gundremmingen passiert ist und welche Projekte anstehen

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

die letzte Bürgerversammlung fand vor fast zwei Jahren statt. Umso mehr hat es mich gefreut, dass so viele interessierte Bürgerinnen und Bürger am 14. Oktober in des Auwald-Sportzentrum, eine etwas andere Örtlichkeit als bisher gewohnt, gekommenen sind.

Einige wichtige Zahlen vorab: Unser Haushaltsvolumen beträgt im Jahr 2021 etwa 14,3 Millionen Euro. Die Steuerkraft unserer Gemeinde liegt bei 5.464 Euro pro Kopf bei 1353 Einwohnern und damit weit über dem Landesdurchschnitt. Die Gewerbesteuereinnahmen werden voraussichtlich 3,1 Millionen Euro betragen. Die Nachwirkungen, die das Jahr 2017 mit den hohen Gewerbesteuerrückzahlungen mit sich gebracht hatte, sind damit vorbei. Die umfangreichen Baumaßnahmen in unserer Gemeinde werden zu einem großen Teil mit Entnahmen aus unseren Rücklagen finanziert – allein schon aufgrund der Entwicklung der Zinseinnahmen aber auch zur Vermeidung von zu bezahlenden hohen Negativzinsen. Eines der Projekte ist der Bau unseres Mehrgenerationenhauses, dessen Fertigstellung Ende 2022 geplant ist und wo 15 Tagepflegeplätze sowie zehn Wohnungen entstehen. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal betonen: Das Vorhaben und der Standort waren lange im Gemeinderat diskutiert worden und regelmäßig wurde darüber öffentlich informiert. Wir haben uns ganz bewusst dazu entschieden, Wohnraum für Senioren und Familien zu schaffen, zentral zwischen Kirche, Rathaus und Kulturzentrum sowie zwei nahegelegenen Einkaufsmöglichkeiten, und damit die Generationen zusammenzuführen. Mit der Erweiterung des Kindergartens, dem zweiten großen Projekt, wird dieser künftig Platz für insgesamt 103 Kinder in zwei Krippen- und drei Kindergartengruppen bieten – ohne dass wir einen Quadratmeter Grün im Garten verlieren. Wir haben uns dafür entschieden, selber zu kochen, regional, qualitativ hochwertig und vor allem so, wie der tatsächliche Bedarf es erfordert. Es kann nicht sein, dass Essen weggeworfen muss, wenn zu viel übrigbleibt. Was mich besonders freut: Der Fortbestand unserer Grundschule ist weiterhin gesichert. Die Digitalisierung schreitet voran, inzwischen sind auch die ersten Lüftungsanlagen in Betrieb. Sie garantieren eine hundertprozentige Frischluftzufuhr von außen, ohne dass in regelmäßigen Abständen gelüftet werden muss, wie es zuvor der Fall war. In äußerst kurzer Zeit konnten wir dies realisieren und waren damit unter den Ersten im Landkreis Günzburg.

Inzwischen haben wir in Gundremmingen eine Tankstelle. Auf dem Gelände, wo sich früher die „Schutte“ befand, wurden rund 13 000 Tonnen Altlasten entsorgt. Auch die Wassertretanlage beim Franziskus-Rundwanderweg sowie der Bike- und Scooterplatz haben Formen angenommen. Es war schon bemerkenswert, wie sich unsere Jugendlichen in den Sommerferien dabei eingebracht haben. Eine ganz wichtige Einrichtung ist und bleibt unser „Dorflädle“. Wir werden von vielen Menschen aus der Umgebung darum beneidet. Nutzen Sie unseren Dorfladen weiterhin, damit er uns auch in Zukunft erhalten bleibt. Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich beim Helferkreis und beim Jugendtreff für die spontane Bereitschaft zur Gundremminger Nachbarschaftshilfe, gerade während der Zeit, als es mit dem Lockdown losging, bedanken. Ein Dorf muss zusammenhalten.

Nächstes Projekt ist der Ausbau der Eichbrunnenenstraße, 2022 beginnen wir mit den detaillierten Planungen, in den Jahren 2023 und 2024 wird die Ausführung in zwei Bauabschnitten erfolgen. Aktuell läuft die öffentliche Auslegung des Bebauungsplans „Bäckerei am Kreisverkehr“.

Im Jahr 2019 haben wir im Gemeinderat zwölf Bauanträge behandelt. In den Jahren 2020 und 2021 waren es insgesamt 42. Wir haben es geschafft, gerade den jüngeren Generationen Flächen anzubieten und diesen damit die Möglichkeit gegeben, in Gundremmingen ihre Familie zu gründen und dort wohnen zu können. Nachdem in der Gemeinde derzeit kein kommunaler Bauplatz mehr vorhanden ist, wird uns das Thema Bauland in den nächsten Jahren beschäftigen. Wir sehen uns in der Verpflichtung, auch der nächsten Generation die Möglichkeit zu schaffen, in Gundremmingen bleiben zu können. Sie bildet die Grundlage für das Weiterbestehen einer funktionierenden Dorfgemeinschaft, der Vereine und für den Erhalt unserer Traditionen und das Ehrenamt. Gleichzeitig legen wir großen Wert auf einen möglichst geringen Flächenverbrauch und die Innenentwicklung im Ort selbst mit der Problematik, dass sich hier leider immer wieder Leerstände finden. Die Gemeinde hat in der Vergangenheit verschiedene Anwesen erworben und strebt dies auch weiterhin an. Es muss aber auch die Möglichkeit dazu gegeben sein, keinesfalls aber zu Preisen, auf die eine Kommune eingehen kann und darf. Wichtiges Thema werden weiterhin Umwelt und Grünpflege sein, ohne Verwendung von Unkrautbekämpfungsmitteln auf öffentlichen Grünflächen, mit Mähen anstatt Mulchen sowie dem Anlegen von Blühflächen und verschiedenen Baumpflanzaktionen. Im Moment planen wir, auch den Weihnachtsmarkt wieder stattfinden zu lassen, vielleicht ein bisschen anders als bisher. Sich zu treffen, miteinander zu reden – ehrlich gesagt, das wollen wir doch alle und ich denke, es gibt auch die entsprechenden Konzepte dazu.

In den vergangenen eineinhalb Jahren war es nicht einfach, Informationen an Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, weiterzugeben. Gerade deswegen habe ich mich über die große Beteiligung bei unserer Bürgerversammlung, vor allem über die Fragen und Anregungen, gefreut.  Auch der Breitbandausbau wird weiterhin ein wichtiges Thema sein, hierzu wird eine separate Veranstaltung stattfinden, sobald nähere Informationen vorliegen.

     

 

Ihr

Tobias Bühler

1. Bürgermeister der

Gemeinde Gundremmingen

 

 

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